Voller Erfolg beim 5. Starkbierabend in der vollbesetzten „Eintracht“-Gaststätte

Wieder volles Haus beim 5. Starkbierabend in der Gaststätte der „Eintracht“. Zu bayerischen Schmankerln und original Paulaner Salvatorbier teilte Bruder Hannjörch alias Thomas Bissert in seiner Fastenpredigt wieder ordentlich aus. Sowohl lokal, national und international.

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Eine kleine technische Sensation gab es gleich zu Anfang. Per Skype wurde der 1. Vorsitzende, Peter Fiebelkorn, LIVE aus den USA, zugeschaltet, was für viele Lacher sorgte. Sein Schwiegersohn, der während der Live-Schaltung neben ihm stand, bekam von Schwiegervater Fiebelkorn erstmal ein Eintracht-Trikot geschenkt, dass der auch stolz in die Kamera hielt. Fiebelkorn versuchte durch die kleine Laptopkamera zu erkennen, wer in der Gaststätte sitzt und gab entsprechende witzige Kommentare ab.

Gemeinsam mit dem 2. Vorstand, Ralf Holl, der in der Gaststätte als Moderator und Skype-Gesprächspartner fungierte, wurde dann auch gemeinsam der Abend mit dem traditionellen Salvatorspruch: „War im März gen Judica ….“ der Starkbierabend offiziell eröffnet. 

Nach einer kurzen Begrüßung durch Ralf Holl und nachdem wieder etwas Ruhe nach dem Essen eingekehrt war, schritt Bruder „Hannjörch“ alias Thomas Bissert durch die Tür und begab sich hinter das Rednerpult.

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Bruder Hannjörch blickte erst kurz zurück und stellte fest, dass 2017 das Jahr der Wolle war! „Wolle, Wolle nichts als Wolle. Mehr zur Wahl gehn wolle, sich an der Macht halte wolle, nicht falsch regieren wolle, Wort halte wolle, Wort nicht halte wolle, nicht in die Regierung wolle, nur Gewinne wolle, nicht verlieren wolle, doch ein Pöstchen haben wolle, keine Neuwahlen wolle, AFD´ler nicht als Bundestagsvizepräsident habbe wolle, endlich in die Pötte komme wolle, doch Aussenminister wern wolle, doch nicht Vorsitzender mehr sein wolle, doch auch nicht mehr Außenminister werrn wolle, FDP und Christian Lindner verstehen wolle, uns verarsche wolle, emol was richtig mache wolle, und Versäumtes nachhole wolle .

Auch die Sondierungen waren Thema beim Bruder Hannjörch. „Wieder mal Rauch um überhaupt nichts. Apropo Rauch – die Berliner sollten sich mal ein Beispiel an Rom nehmen. Am besten nach der Wahl die Tür zumauern, wenn weißer Rauch aufsteigt, dann gibt es einen neue Kanzler. Obwohl – bei soviel AfD’ler, die da drin sitzen, kann nur brauner Rauch aufsteigen“. Für Martin Schulz hatte er auch ein paar Worte übrig: „Vom Drachentöter mutierte Martin Schulz im Herbst zum Totengräber der SPD und will als erstes eine Drehtür zuschmeißen“. Da fiel ihm sofort Roberto Blanco mit dem Lied „Heute so, morgen so, einmal traurig, einmal froh“. Selbst Seehofer sei auf Schulz und seine schnell wechselnde Meinung neidisch. Zu Finanzminister Olaf Scholz meinte Bruder Hannjörch, dass in jedem stillen Glas Sodenthaler mehr Pepp sei. Ein bisschen Mitleid hatte er für Seehofer: „Der alte CSU Adler Seehofer flog aus seinem Horst“! Dann sang Bruder Hannjörch: „Du hast mich tausendmal belogen, Du hast mich tausendmal verletzt, Du hast den Stuhl mir weggezogen und dich selber darauf gesetzt. Du warst als Kind schon ein Flegel, hab ich so oft bei dir gedacht, Du wirst es wieder tun mit mir, auch heute Nacht“. Erstaunlicherweise stellte er auch fest, dass ausgerechnet am 70. Geburtstag der Augsburger Puppenkiste Angela Merkel ihre neue Mannschaft vorstellte und unkte sie als „Urmeli aus der Uckermark“. 

Zur kommunalen Situation in Miltenberg kam er auf das Eingangsthema „Wolle“ zurück. Auch sie haben in Wolle investiert: „Wolle, Wolle nichts als Wolle, Biergarten am Main hebbe wolle, Winterdorf hebbe wolle, Eislaufbahn hebbe wolle, Bahnhofsgelände beplane wolle, Seeheckencenter nicht nachmache wolle, schöner baue wolle, andere Marken hebbe wolle, Wohnen am Fluss hebbe wolle, Einkaufen in der Stadt hebbe wolle, emol was richtig machen wolle, Versäumtes nachhole wolle, mit Kleinheubach mithalte wolle und nix dafür bezahle wolle. Dann ergänzte er noch: „Porsche hebbe wolle, aber nur Fiat bezahle“. Eiernotstand, Bundesliga, den BER, der VW-Abgasskandal, die WM oder das Erlenbacher Krankenhaus nahm er auch kurz in die Mangel bevor dann in die Ortspolitik einstieg und begeistert vom ersten Kleinheubacher Fahrradtunnel sprach. 

Eine große politische Rolle spiele auch Leo Wolz, der mit seinem Traktor im Notfall das mobile Friseurzentrum in der Seehecke an einen anderen Standort schleppen könnte, vorausgesetzt, er repariere endlich das kaputte Licht am Traktor. Ersatzweise könne er sich auch ein Teelicht ausleihen. Es seien eben die selbstlosen Originale, die dem Ort was geben. Posthum bedankte er sich auch bei der Pfandsammlerin aus der Odenwaldstraße, deren vakante Stelle immer noch frei wäre. Auch selbstlos sei außerdem der Baugassen-Einwohner gewesen, der die endgültige Entnazifizierung Kleinheubachs durch Tötung der „Hitlerlinden“ verhindern wollte, es aber doch nicht schaffte. 

Bruder Hannjörch derbleckte insgesamt eine knappe, aber sehr kurzweilige Stunde lang und schloss mit den Worten: „Ach du holder Gerstensaft – du schwächst mich immer wieder; heute hab ich Mist verzapft, und morgen tu ich´s wieder. Prost!

Mit stehenden Ovationen und einem lang anhaltenden Applaus wurde der „Derblecker“ verabschiedet. Mit einem gemütlichen Beisammensein, bis in die späten Abendstunden, klang der fünfte "politische" Salvatorabend langsam aus.

Text und Fotos: Anja Keilbach

   

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